Kalender Girls

 

Das Stück erzählt die umwerdend komische und gleichzeitig berührende Geschichte einer Gruppe von Frauen um die Fünfzig, die sich in Yorkshire im Rahmen eines Frauenclubs regelmäßig treffen. Die etwas altmodischen Aktivitäten, denen sie dort nachgehen, wie Marmeladekochen oder Kalender herstellen, um sie für einen guten Zweck zu verkaufen, sind für die "Girls" nur Anlass, ihre Freundschaft zu pflegen, ihre Alltagssorgen zu vergessen und gegen die pedantische Clubvorsitzende zu rebellieren.

Aber dann erkrankt Annies Mann John, den sie alle sehr mögen, an Leukämie und stirbt. Um ihm auf ihre besondere Art ein Denkmal zu setzen, möchten sie der Klinik, in der er gestorben ist, ein Sofa für die wartenden Angehörigen stiften, das "John-Clark-Gedächtnissofa". Ihre Art, das Geld dafür zusammen zu bekommen, ist aber eher verwegen. Sie entmachten ihre Clubvorsitzende und unter der Führung von Chis und Annie, die die anderen überreden und überzeugen, stellen sie einen Kalender her, der keine Heimatansichten zeigt wie sonst, sondern die Clubmitglieder bei ihren normalen Tätigkeiten. Nur, dass sie nackt sind, oder, wie sie selbst sagen, "Akte". Der Kalender wird ein Riesenerfolg. Die Medien greifen die Sache auf, die "Girls" werden für kurze Zeit zu Stars. Aber der Erfolg droht die Freundschaft zu vernichten und sie müssen sich entscheiden, was sie wollen ...

 

Mehr noch als dem gleichnamigen, sehr erfolgreichen Film - die britisch-US-amerikanische Filmkomödie von Nigel Cole kam mit Helen Mirren und Julie Walters in den Hauptrollen in die Kinos - spielt das Theaterstück auf witzige und berührende Weise mit den Themen Jugendwahn, Freundschaft und Frauensolidarität - und hält grandiose Rollen für Schauspielerinnen bereit. (Wolf Christian Schröder)

 

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