Im Himmel ist kein Zimmer frei

 

Das Stück beginnt mit einem Vorspiel im Himmel. Paul, ein wohlhabender, lediger Geschäftsmann um die fünfzig, tritt verwirrt in zerrissener Kleidung auf. Er begreift weder, wo er sich befindet, noch was mit ihm geschehen ist. Ein weiß gekleideter Mann, nennen wir ihn Petrus, klärt ihn auf: Paul ist soeben auf seiner Fahrt in den Urlaub mit überhöhter Geschwindigkeit gegen einen Baum gedonnert und ist tot. Als Petrus mit den Aufnahmeformalitäten beginnen will, muss er feststellen, dass dies nicht geht, denn alle Computer-Programme sind abgestürzt. Da er deshalb nirgends Pauls Namen finden und feststellen kann, ob sein Ableben auch fristgemäß erfolgt ist, steht er vor einem Dilemma, denn ohne schriftliche Bestätigung sind ihm die Hände gebunden. Und da im Himmel kein Zimmer frei ist, in dem Paul die Computerpanne aussitzen könnte, sieht Petrus nur eine Möglichkeit: Paul muss wieder auf die Erde zurück.

So geschieht es, dass Paul sich unvermittelt auf dem Sofa seiner Villa wiederfindet. Doch er ist nicht allein. André, sein Freund und Geschäftspartner, ein ausgemachter Hallodri, hat sich hier, weil er Paul im Urlaub wähnt, häuslich eingerichtet, um sich ungestört mit seiner Geliebten Sophie vergnügen zu können. Zu allem Unglück stellt sich zudem heraus, dass André Sophie gegenüber Pauls Namen und Identität angenommen hat, damit sie nicht dahinter kommt, dass er verheiratet ist. Paul stört also im eigenen Haus, also muss er weg. Und damit nimmt das Unheil und die daraus resultierenden turbulenten Situationen und Verwechslungen ihren Lauf, sehr zum Vergnügen des Publikums.

 

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